Fellwechsel beim Pferd - Wie Du Dein Tier im Sommer und Winter unterstützen kannst

Geschrieben von Dr. med. vet. Caroline Fritz

Der Fellwechsel beim Pferd vollzieht sich in der Regel im Februar und im August. Dein Tier sieht sich in dieser Zeit einem echten Kraftakt ausgesetzt, bei dem Du es allerdings unterstützen kannst. Was Du alles zum Fellwechsel wissen musst, was es an Futterempfehlungen gibt und wie Du Deinem Pferd sonst helfen kannst, liest Du hier.

Was löst den Fellwechsel bei Deinem Pferd aus?

Die Temperatur und das Tageslicht beeinflussen den Fellwechsel beim Pferd, wobei die Temperatur sogar eine untergeordnete Rolle spielt.

Die Rolle der Temperatur beim Fellwechsel

Die Temperatur ist ein, wenn auch nicht der wichtigste Faktor. Denn wir wissen alle, dass die Sommer und Winter unterschiedlich warm bzw. kalt verlaufen. 100 Prozent Orientierung gibt das Wetter also nicht. Nähern sich die Temperaturen einem Extrem, kann der Fellwechsel ggf. pausieren oder sich beschleunigen. Außerdem entscheidet die Temperatur darüber, wie dicht und wie lang das Fell ist. Folglich haben Boxen-Pferde in der Regel dünneres, kürzeres Fell als Tiere, die im Offenstall leben.

Die Rolle des Tageslichts beim Fellwechsel

Viel wichtiger für das Pferd ist das Tageslicht, an dem es sich in der Phase des Fellwechsels orientiert. Zum Winteranfang Mitte November beispielsweise ist der Fellwechsel schon abgeschlossen; und Mitte April/Anfang Mai, zum Sommeranfang, ist das Fell ebenfalls schon angepasst. Grund dafür ist die Tageslänge. Im Winter sorgen lange Dunkelphasen für weniger Lichteinfall in die Pupille des Pferdes und folglich für einen höheren Anteil des als „Schlafhormon“ bekannten Melatonins. Der Organismus des Pferdes beginnt daraufhin, das Winterfell zu bilden. Im Sommer und den damit verbundenen kürzeren Dunkelphasen ist es umgekehrt: der Melatoninspiegel sinkt, das Pferd ist vitaler und stößt das Winterkleid ab.

Wie lange dauert der Fellwechsel beim Pferd?

Wechselt Dein Pferd vom dichten Winterfell aufs dünne Sommerfell, kann dies mehrere Wochen dauern. Zuerst verschwinden die langen Oberhaare, danach ist die dickere Unterwolle dran.

Von Sommer- auf Winterfell geht es schneller, denn das Pferd haart nicht so lange. Es stößt das Sommerfell ab und das dichte Winterfell wächst gleichmäßig nach. Du kannst dies bei den ersten kalten Nächten feststellen, wenn am Morgen dein Pferd mit aufgestellten Haaren in der Box auf dich wartet. Dann weißt Du, dass sich der Fellwechsel vollzieht.

Der Fellwechsel: Kraftakt für Kreislauf und Immunsystem und wie Du unterstützen kannst

Kreislauf und Immunsystem des Pferdes sind während des Fellwechsels großen Strapazen ausgesetzt. Je nach Trainingsbelastung fühlt es sich schlapp und müde, was sich beim Reiten äußern kann. Du kannst Dein Pferd allerdings unterstützen.

Futterration beim Fellwechsel erhöhen

Manche Pferde neigen dazu, während des Fellwechsels an Gewicht zu verlieren. Besonders alte Pferde oder chronisch kranke Pferde sind hiervon betroffen. Im angehenden Winter beispielsweise, wenn die ersten kalten Nächte kommen, steigt der Nährstoffbedarf für die zügige Ausbildung eines dichten Fellkleides. Ist das Pferd dann wegen mangelnder Nährstoffe nicht in der Lage, das Fell zeitnah zu bilden, kann dies zu Störungen des Immunsystems führen, die ggf. Infekte zur Folge haben.

Unterstützendes Futter beim Fellwechsel

Dein Pferd benötigt in der Zeit des Fellwechsels nicht nur mehr, sondern ausbalanciertes Futter, das Defizite, die durch das Grundfutter in dieser Situation des Mehrbedarfs entstehen, ergänzt. Dieses sollte Dein Pferd mit Nährstoffen wie Vitaminen, essentiellen ungesättigten Fettsäuren, Kupfer, Folsäure, Selen usw. versorgen. V.a. aber ist Zink ein wichtiges Element, das auf keinen Fall fehlen darf. Denn Zink ist in der alltäglichen Nahrung oft nicht bedarfsdeckend vorhanden, die Weiden bieten gerade zum Jahresanfang sehr wenige Nährstoffe, da ganz einfach noch nirgends etwas wächst. Empfehlungen zu passendem Zusatzfutter findest Du weiter unten.

Schrubben, schrubben, schrubben beim Fellwechsel

Striegle, schrubbe und putze Dein Pferd in der Phase des Fellwechsels ausgiebig. Das hilft Deinem Tier, das ausgehende Fell schnell loszuwerden. Am besten eignen sich Kunststoff-, Gummi- oder Metallbürsten (Produktempfehlungen weiter unten).

Gibt’s da was von myhappypet.de?

Ja, myhappypet.de bietet Dir Produkte an, um Dein Pferd beim Fellwechsel mit ausreichend Nährstoffen zu unterstützen. Denn während des Fellwechsels ist neben dem oben erwähnten Spurenelement Zink auch der Bedarf an wertvollen B-Vitaminen besonders groß.

Hier bildet EQUISTRO HAEMOLYTAN die optimale Ergänzung zum regulären Futter. Denn HAEMOLYTAN enthält neben den hochverfügbaren Spurenelementen Kupfer, Eisen und Zink die bedeutsamen Vitamine des B-Komplexes. Besonders in Zeiten des erhöhten Bedarfs – wie es beim Fellwechsel der Fall ist – kannst Du Dein Pferd mit diesen unverzichtbaren Nährstoffen versorgen.

Ein weiterer, großer Vorteil von HAEMOLYTAN: Die essentiellen Spurelemente kommen zu nahezu 100% im Darm des Pferdes an und stehen dem Organismus zur Verfügung. Denn die darin enthaltenen Elemente Kupfer, Eisen und Zink sind an Aminosäuren gekoppelt (IPALIGO TEC®), die sie fast vollständig für Dein Pferd verfügbar machen (hohe „Bioverfügbarkeit“).